Geschichte des Fördervereins

 

Was viele nicht wissen! Den Förderverein, der früher ganz anders hieß, den gab es bereits vor dem Kindergarten. Und das kam so …

Es war Anfang der 90er Jahre, als sich ein Häufchen tatkräftiger und streitbarer Frauen und Mütter aus der Gemeinde, für die Einrichtung eines Kindergartens für Reut/Taubenbach stark machte – der nächstgelegene war in Tann und es gab keine öffentlichen Verkehrsmittel. Der Bedarf war aber auch in unserer Gemeinde da. Leider wurde dies anfangs durch die Kommune noch nicht unterstützt und erst eine Unterschriftensammlung erbrachte die notwendige Aufmerksamkeit und überzeugte vom Anliegen der Kindergarten-Befürworter.

Um wirkungsvoller, aber auch anerkannt gemeinnützig auftreten zu können, entschloss man sich 1993 aus dieser Gruppierung den Verein „Interessengemeinschaft Kindergarten auf dem Dorf e.V.“ zu gründen. Die konstituierende Sitzung fand am 9. September 1993 im Gasthaus Scherkl (heute Hack) in Taubenbach statt. Die erste Satzung galt, unverändert, zehn Jahre lang. Der Förderung des Kindergartens und der finanziellen und ideellen Unterstützung der Gemeinde bezüglich der Gestaltung und Einrichtung desselben, galt als Hauptaugenmerk des damals noch jungen Vereins.
Vor diesem Hintergrund erklärt sich auch der etwas holprige Name, für den im Gemeindeleben immer bevorzugt genannten „Förderverein“, der schließlich im Jahr 2008, im Zuge einer umfangreicheren Satzungsänderung, sinnvollerweise in „Förderverein für Kindergarten und Grundschule der Gemeinde Reut e.V.“ umgeändert wurde.

Aber nun zurück zu den Anfängen: Dank des entschlossenen Engagements der Interessengemeinschaft erfolgte am 3. September 1993 der Spatenstich für unseren heutigen Kindergarten in Taubenbach. Im Juni 1994 wurde er vom damaligen Bürgermeister Alois Alfranseder sen. feierlich eingeweiht. Dem Einzug der ersten Kindergruppe, unter der Leitung von Sabine Wochinger, stand nichts mehr im Wege.
Eine der treibenden Kräfte der Interessengemeinschaft war von Anfang an Rita Seidl (geb. Winterer), die folgerichtig erste Vorstandsvorsitzende und schließlich auch Kindergärtnerin in Taubenbach wurde. Zweite Vorsitzende war damals Maria Pichlmeier, dritter Vorsitzender Franz Hitzenberger. Ferner gehörten Gabriele Hofer als Kassiererin, Barbara Kutter als Schriftführerin und Willy Brenninger, Christa Bachhäubl und Monika Brunner als Beisitzer dem ersten Vereinsvorstand an.
Wichtig war den Vereinsgründern immer, dass alle Gemeindeteile gleichberechtigt und einträchtig im Verein zusammenarbeiteten und sich einbringen konnten. Deswegen legte man Wert darauf, dass in der Vorstandschaft immer mindestens ein Mitglied aus Taubenbach, aus Reut und aus Noppling mitmischte. Dieser Grundsatz konnte bis zum heutigen Tag für jede Vorstandschaft realisiert werden.
Die verschiedenen Aktivitäten der Interessengemeinschaft waren stets Zeugnis für das große Engagement des kleinen Vereins. Seine finanziellen Gewinne immer Beweis für die wohlwollende Unterstützung und das Interesse in der Bevölkerung für die Belange ihrer jüngsten Mitglieder. Von Anfang an wurde der Verein auch von der Gemeinde und ihren Bürgermeistern, der Pfarrei und den anderen Vereinen der Gemeinde unterstützt, besonders von den beiden Frauenkreisen Reut und Taubenbach.
Unser Bürgermeister, Alois Alfranseder jun. und zuvor unsere Altbürgermeister Otto Haslinger und Alois Alfranseder sen., sind bzw. waren immer aktiv und freiwillig bei der Unterstützung des Fördervereins zur Stelle.
Der Advents- oder Weihnachtsmarkt, der jährlich am Samstag vor dem ersten Advent auf dem Kirchplatz in Taubenbach stattfindet, war von Beginn an das Aushängeschild des Fördervereins, welcher alle Gemeindeteile miteinander verband. 
Ab 2004 stellte der Förderverein auch ein Ferienprogramm für die Kinder der Gemeinde auf die Beine. Ein weiteres Betätigungsfeld des Vereins war für mehrere Jahre die Betreuung der Kinder beim Maibaumfest der FFW Taubenbach. Im Pfarrgarten, bereitwillig von Pfarrer Fischer zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt, wurden die Kinder geschminkt und sie konnten verschiedene Spiele spielen, während ihre Eltern feierten.
Am Ende ihrer aktiven Zeit begann Beatrix Kowatsch ihre Idee zu verwirklichen, den Verein auch auf die Grundschule auszudehnen. Der Kindergarten selbst war in der Zwischenzeit recht gut mit Spiel- und Lernmaterialien ausgestattet worden und die Grundschule hatte vergleichsweise wenig finanzielle Mittel für zusätzliche Anschaffungen. Auch den Eltern kam dieses Vorhaben entgegen, denn ihre Helfertätigkeiten sollten nun auch den größeren Kindern dienen. 
2009 wurde sodann der Kinderfasching in der Schulturnhalle erstmals ausgerichtet.
Später, unter der Führung von Natascha Eglseder, wurde die Bläserklasse der Grundschule Reut gegründet. Instrumente wurden gekauft und es wurde für entsprechenden Unterricht gesorgt, damit die Kinder das Spielen der Instrumente erlernten. Das erste Konzert der Bläserklasse sollte im Juli 2015 in der Turnhalle der Grundschule Reut stattfinden. 
Wie auch andere Vereine, hatte der Förderverein zuletzt mit den Auswirkungen der Corona Pandemie zu kämpfen. Obwohl viele Veranstaltungen und Aktionen abgesagt werden mussten, steuerten die beiden Vorsitzenden Kerstin Kaltenberger und Silvia Blindeneder das Schiff sicher durch die schwierige Zeit. Auch durch Aktionen wie z.B. dem Advents- und Türkranz Verkauf konnten viele Unterstützungen aufrecht erhalten werden.

Wie ihr seht, gibt es beim Förderverein keinen Stillstand!
Der „kleine, aber feine“ Verein kann stolz auf sein bisheriges Wirken zurückblicken und mit Zuversicht der Zukunft entgegensehen.
Die Mitgliederzahlen des Vereins steigen seit Beginn langsam, aber kontinuierlich an. Insgesamt konnte seit Bestehen des Vereins ein sechsstelliger Betrag für den Kindergarten und später auch für die Grundschule erwirtschaftet werden.
Die sichtbare Freude der Kinder an jeder neuen Anschaffung war und bleibt unser Antrieb! Es heißt zwar Vereinsarbeit, aber durch eine tolle Gemeinschaft ist es eher Hobby als Arbeit.